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News

Hier gibt es Berichte über verfolgte christliche Flüchtlinge aus den Medien.

Die deutschen Bischöfe sprechen sich dafür aus, "besondere Schutzmaßnahmen für Angehörige religiöser Minderheiten unter den Asylbewerbern" zu entwickeln. Das teilte die Deutsche Bischofskonferenz am Dienstag in Bonn mit. Die Situation der christlichen Flüchtlinge in Flüchtlingseinrichtungen mache es erforderlich, "die generellen Konzepte für den Betrieb dieser Einrichtungen einer kritischen Überprüfung zu unterziehen".

Die Bischofskonferenz berichtete zudem über eine aktuelle Umfrage zur Situation von christlichen Flüchtlingen in den deutschen Bistümern. Diese Erhebung "legt die Einschätzung nahe, dass Einschüchterung und Diskriminierung (bis hin zu Gewalt) gegenüber christlichen Bewohnern von Flüchtlingseinrichtungen kein geläufiges, wohl aber ein immer wieder auftretendes Problem sind, das ernst genommen werden muss".

Idea

Berlin (idea) – Bei Gewalt gegen christliche Flüchtlinge in Deutschland vor allem durch Muslime handelt es sich nicht um Einzelfälle. Das geht aus einer Studie hervor, die am 9. Mai in Berlin vorgestellt wurde. Herausgeber sind die Menschenrechtsorganisation AVC (Aktion für verfolgte Christen und Notleidende, Nidda), die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM, Frankfurt am Main) die christliche Hilfsorganisation Open Doors (Kelkheim bei Frankfurt/Main), das katholische Hilfswerk Kirche in Not sowie der Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland (beide München). Für die Studie wurden 231 Personen in zehn Bundesländern befragt. Danach erlitten 88 Prozent der befragten Christen Verfolgung durch Mitflüchtlinge und 49 Prozent durch das Wachpersonal. 75 Prozent erlebten wiederholt Drangsalierungen. Der Studie zufolge wurden 43 Prozent wiederholt beleidigt, 37 Prozent erlitten körperliche Gewalt, 32 Prozent bekamen Todesdrohungen. Nur in jedem fünften Fall wurden die Übergriffe bei der Polizei angezeigt. 45 Prozent der befragten Gewaltopfer gaben an, aus Angst vor Wiederholungstaten von einer Anzeige abgesehen zu haben. Bei 86 Prozent der Flüchtlinge handelt es sich um Konvertiten, die vom Islam zum Christentum übergetreten sind. 69 Prozent stammen aus dem Iran, 13 Prozent aus Afghanistan, fünf Prozent aus Syrien. Die Organisation AVC schätzt, dass in Deutschland bis zu 40.000 Flüchtlinge aufgrund ihrer religiösen Überzeugung drangsaliert werden.

Bild: Idea

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Berlin. Deutschland, das ist für Fadi S. (25) ein Ort, der Sicherheit verheißt. Als sich der Syrer aus der vom Krieg gezeichneten Stadt Homs im Sommer 2015 auf den Weg nach Deutschland macht, ahnt er nicht, dass er auch in „Almania“ von Menschen bedrängt werden könnte, die ihn wegen seines christlichen Glaubens ablehnen. Die ersten Konflikte tauchen auf, als der ehemalige Zahnmedizin-Student mit 14 anderen Männern in einem Zelt untergebracht wird. Drei von ihnen sind Christen, die anderen sunnitische Muslime.

Später in der Erstaufnahmeeinrichtung hätten ihn erneut muslimische Mitbewohner drangsaliert, erzählt er. Sie hätten die gleichen islamischen Gesänge angehört wie er sie in den Jahren zuvor von islamistischen Kämpfern in Syrien gehört habe. Fadi S. sagt, da habe er Angst bekommen. Heute lebt der junge Mann in einer norddeutschen Großstadt. Ein Deutscher hat ihn vorübergehend in seiner Wohnung aufgenommen. Um den Hals trägt Fadi S. ein Lederband mit einem silbernen Kreuz, auf dem Kopf eine Baseballkappe. Sein Blick wandert hinter dicken Brillengläsern nervös hin und her.

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Video: tagesschau.de

Medien

Eine Studie dokumentiert, wie christliche Flüchtlinge in deutschen Asylbewerberheimen schikaniert werden, manchmal auch durchs Wachpersonal. Die Vorfälle – und was Menschenrechtler fordern.

Beim Abholen unseres Geldes werden wir immer nach hinten gedrängt. Auch in der Küche kommen wir als Letzte dran. Nach Mitternacht, wenn wir schlafen, klopfen sie ans Fenster und wir können aus Angst nicht mehr weiterschlafen. Und am nächsten Tag beim Sprachunterricht können wir nicht gut lernen. Muslime nennen uns „mortad“, ungläubig.

 

Lange hat der Mann, der diese Worte zu Protokoll gab, gezögert – aus Angst, dass seine Daten in falsche Hände geraten könnten. Der junge Flüchtling aus dem Iran nahm an einer Studie teil, die religiös motivierte Gewalt gegen Flüchtlinge in Deutschland dokumentiert.

Den ganzen Artikel auf Abendzeitung.de.

Montag, 09 Mai 2016 08:00

DW: Verfolgte Christen - auch hier in Gefahr?

geschrieben von

Flüchtlinge

Verfolgte Christen - auch hier in Gefahr?

Das Hilfswerk "Open Doors" schlägt Alarm: In Flüchtlingsheimen in Deutschland werde Gewalt gegen Christen verharmlost und ignoriert. Die Politik dürfe hierzulande keine Angriffe auf die Religionsfreiheit zulassen.

Auch in Deutschland fühlt er sich verfolgt. Ramin F. stammt aus dem Iran und konvertierte dort zum Christentum. Derzeit lebt er in einem Heim im östlichen Brandenburg zusammen mit 120 anderen Flüchtlingen, acht von ihnen sind Christen wie er.

"Als die Leute erfuhren, dass ich Christ bin, fingen sie an, Probleme zu machen", erzählt er. Muslime seien dem gemeinsamen Deutschkurs fern geblieben, weil sie nicht mit einem "Unreinen" gemeinsam am Tisch sitzen hätten wollen. Seine Sachen und sein Essen wurden gestohlen. Andere hätten versucht, Schlägereien anzuzetteln. Lärm sollte ihn vom Schlafen abhalten. Wegen der Bedrohungen und des Angstklimas habe er psychologische Probleme und Haarausfall bekommen.

Ist das, was Ramin F. erzählt, ein Einzelfall, oder gibt es eine systematische Unterdrückung von Christen in Flüchtlingsheimen? Bei einer Konferenz in Berlin steht Aussage gegen Aussage. Von den beiden großen Kirchen in Deutschland heißt es, es gebe nur Einzelfälle. Andere christliche Organisationen sagen, es gebe zehntausende Fälle, und die Politik müsse handeln.

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Montag, 09 Mai 2016 07:56

Studie: Konvertiten werden am häufigsten Opfer

geschrieben von
Mehrere Menschenrechtsorganisationen haben anhaltende Gewalt gegen Christen und Angehörige anderer religiöser Minderheiten in deutschen Flüchtlingsunterkünften beklagt. Markus Rode von "Open Doors" sprach am Montag bei der Vorstellung einer Erhebung von einem Klima der "Angst und Panik".

In der Studie dokumentieren die Menschenrechtler 231 Fälle aus Deutschland, die von Diskriminierung über Körperverletzung bis hin zu sexuellen Übergriffen und Todesdrohungen gehen. Dies sei nur "die Spitze des Eisbergs", so Rode. Er forderte die Politik zum Handeln auf. Die 231 befragten Flüchtlinge kamen großenteils aus dem Irak, Afghanistan und Syrien; 199 waren Konvertiten. 204 gaben an, von anderen Flüchtlinge aus religiösen Gründen angegriffen worden zu sein. Rund die Hälfte beklagte demnach Verfolgung durch das Wachpersonal, in Berlin waren es zwei Drittel. Drei von vier Befragten berichteten von mehrfachen Übergriffen. Am häufigsten waren laut Studie Beleidigungen (96 Personen), gefolgt von Körperverletzungen (86 Personen). 73 Personen beklagten Todesdrohungen gegen sich oder ihre Familien.

Den ganzen Artikel auf katholisch.de lesen.

Quelle: katholisch.de

Montag, 09 Mai 2016 07:46

N24: Christen leiden unter "Angst und Panik"

geschrieben von

Viele Christen werden in deutschen Flüchtlingsunterkünften zu Opfern von Gewalt und Diskriminierung, warnen Hilfsorganisationen. Drangsaliert würden die Opfer dabei auch vom Sicherheitspersonal.

Mehrere Verbände und Institutionen haben einen besseren Schutz für Christen in Flüchtlingsunterkünften gefordert und die Bundesregierung zum dringenden Handeln aufgerufen. "Diskriminierung und Gewalt gegen christliche Flüchtlinge in Flüchtlingsunterkünften geschieht weit häufiger, als dies Aussagen von Behörden vermitteln", verwiesen sie am Montag in Berlin in einer gemeinsamen Erklärung auf eine hohe Dunkelziffer bei Übergriffen. Die Bundesregierung müsse dem endlich entgegentreten.

"In der Studie heißt es, mehr als 80 Prozent der christlichen Flüchtlinge seien in den Erstaufnahmeeinrichtungen Schikanen durch muslimische Flüchtlinge ausgesetzt. Besonders stark betroffen seien iranische und afghanische Konvertiten, die vom Islam zum Christentum übergetreten sind. Für die Studie wurden 231 christliche Flüchtlinge zwischen Februar und April 2016 von Open Doors befragt."

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