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Welche Konfession haben die christlichen Flüchtlinge?

Die meisten sind orthodox

Die Flüchtlinge habe alle möglichen Konfessionen. Die meißten Christen, die in ihren Heimatländern schon Christen waren sind eher orthodox. Das bedeutet aramäisch oder chaldäisch. Die Zugehörigkeit zu einer Konfession ist meistens mit der Zugehörigkeit zu einer Volksgruppe verbunden, wie Aramäer, Chaldäer, Kopten, etc. Es gibt daneben auch noch viele Katholiken oder Maroniten. Außerdem gibt es auch noch viele verschiedene Protestanten. Die Protestanten sind eher evangelikal oder freilkirchlich. Lutheraner hatten wir bisher noch nicht. Je nach Land ist auch die Konfession unterschiedlich. Also Syrer sind eher orthodox. Kopten kommen hauptsächlich aus Ägypten und die Maroniten aus dem Libanon. Außerdem sind auch eine ganze Reihe Palästinenser aus dem Libanon gekommen. Diese Volksgruppen sprechen dann Aramäisch oder Arabisch.

Persische Konvertiten

Perser aus dem Iran sprechen normalerweise Persisch und können kaum Arabisch. Sie sind meist nicht einer speziellen Konfession angehörig. Sie sind über Hausgemeinden, Fernsehen, Radio oder das Internet zum Glauben gekommen. Sie hatten im Iran nicht die Möglichkeit offen ihren Glauben zu bezeugen und Konvertieten wurden unter Todesstrafe verfolgt. Hier in Deutschland suchen Sie sich dann eine Gemeinde und machen einen Taufkurs. Sie gehen oft in die nächste evang.-luth. oder katholische Gemeinde im Ort oder in eine persischsprechende Freilirche, je nachdem wo sie einen Anknüpfungspunkt haben.

Kann ich Flüchtlinge in meine Gemeinde mitnehmen?

Wir haben eine Vereinbarung mit unseren Partnerorganisationen getroffen, dass wir uns um sie kümmern, egal welche Konfession sie haben.  Wir zählen Orthodoxe und Katholiken als vollwertige, gläubige Christen, obwohl unsere Organisation eher evangelisch-evangelikal geprägt ist und wir mit der der Evangelischen Allianz zusammen arbeiten. Wir schätzen unsere Glaubensgeschwister aus anderen Konfessionen sehr wert und stehen zu ihnen. Wir sehen dennoch die theologischen Unterschiede. Aber wir legen sie bewusst zur Seite, damit wir unserern Glaubensgeschwistern in Not helfen können. Unsere Mitarbeiter sind auch aus allen möglichen Konfessionen.

Wir haben allerdings die Vereinbarung getroffen, dass wir die Flüchtlinge nicht dazu auffordern ihre Konfession zu wechseln. Sie dürfen sich an die Gemeinde halten und in die Gemeinde gehen, die sie möchten. Das ist ihre freie Entscheidung. Wohnungsangebote mit der Bedingung, dass die Flüchtlinge in eine bestimmte Gemeinde gehen sollen, lehnen wir ab. Wir bitten diesen Gemeinden sich um Nichtgläubige Mitmenschen zu bemühen und ihre evangelistischen Tätigkeiten auszubauen. Wir möchten nicht, dass eventuell stagnierende Gemeinden durch Wohnungsangebote christliche Flüchtlinge in ihre Gemeinden holen. Es gibt genug Ungläubige die von der Liebe Jesu erfahren sollen.

Sollen jedoch die Flüchtlinge gerne in ihre Gemeinde kommen wollen um diese kennen zu lernen so können sie das gerne tun. Wir freuen uns wenn Flüchtlinge nicht nur ein neues zu Hause finden, sondern auch eine neue geistliche Heimat finden und so Kontakte zu anderen Christen haben, Hilfe bekommen und Deutsch lernen und so integriert werden. Besonders dann wenn die alte Gemeinde zu weit weg ist oder sie gar keine Gemeinde haben.

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